Goldpreisentwicklung in US-Dollar

Goldpreis Historisch in US-Dollar je Feinunze

Zeitraum Entwicklung in %
Jahresbeginn +129,86 USD +10,13 %
30 Tage -15,67 USD -1,22 %
6 Monate -3,29 USD -0,26 %
1 Jahr +17,26 USD +1,37 %
5 Jahre -429,64 USD -25,11 %
10 Jahre +524,21 USD +69,20 %

Goldpreisentwicklung in Euro

Goldpreis Historisch in Euro je Feinunze

Zeitraum Performance in %
Jahresbeginn -4,60 EUR -0,42 %
30 Tage +4,87 EUR +0,45 %
6 Monate -88,18 EUR -7,48 %
1 Jahr -71,87 EUR -6,18 %
5 Jahre -226,97 EUR -17,23 %
10 Jahre +558,73 EUR +105,03 %

Goldpreisentwicklung in Schweizer Franken

Goldpreisentwicklung in Schweizer Franken je Feinunze

Zeitraum Entwicklung in %
Jahresbeginn +87,78 CHF +6,95 %
30 Tage +5,11 CHF +0,40 %
6 Monate -11,70 CHF -0,92 %
1 Jahr +5,93 CHF +0,47 %
5 Jahre -332,28 CHF -20,83 %
10 Jahre +370,00 CHF +41,45 %

Goldpreisentwicklung in Britische Pfund

Goldpreisentwicklung in Britische Pfund je Feinunze

Zeitraum Performance in %
Jahresbeginn +37,75 GBP +3,89 %
30 Tage +9,93 GBP +1,02 %
6 Monate -30,55 GBP -3,05 %
1 Jahr -63,20 GBP -6,11 %
5 Jahre -102,60 GBP -9,56 %
10 Jahre +598,18 GBP +160,43 %

Goldpreisentwicklung

In jeder Marktwirtschaft ergibt sich der Preis für ein Produkt im Wesentlichen aus dem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Auf dieser Basis werden an den Börsen auch die Aktienkurse im Sekundentakt ermittelt und so gilt dies heute auch für den Goldpreis. Letzterer kann starken Schwankungen unterworfen sein, zum Beispiel dann, wenn die chinesische Regierung ihre Absicht zur deutlichen Aufstockung ihrer Goldreserven bekannt geben würde oder in Sibirien ein riesiges Kupfer-Golderzlager exploriert werden würde.

Die Goldpreisentwicklung der letzten 100 Jahre

Derartige wirtschaftspolitische Einschnitte, die sich massiv auf den Goldpreis auswirkten, gab es viele. Wichtige Meilensteine sollen hier kurz genannt werden:

  • Der Schwarze Freitag von 1929 Ein Börsencrash ist Auslöser für die Weltwirtschaftskrise, viele Banken brechen zusammen. Weil die US-Währung an eine Golddeckung geknüpft ist, konnte die US-Notenbank die Geldmenge nicht ausweiten. Mit der Lizenz zum Gelddrucken (so wie es Mario Draghi heute im Prinzip macht), lassen sich derartige Einbrüche eine Zeit lang aussitzen.
  • US-Goldabzug im Jahre 1933 Viele US-Amerikaner reagieren auf die bedrohlichen Entwicklungen in Europa und schaffen ihre Goldreserven wegen der steigenden Kriegsgefahr außer Landes. Das belastet den US-Dollar sehr. Präsident Franklin D. Roosevelt, der zu jener Zeit Präsident der USA war, erließ ein Gesetz, das den privaten Goldbesitz verbot. Alle Goldbesitzer mussten ihr Gold zum Festpreis bei den staatlichen Annahmestellen abgeben.
  • Das Bretton-Woods-System (1944) Inzwischen befanden sich 70 Prozent der weltweiten Goldreserven in den USA. Es wurde ein System der festen Wechselkurse eingeführt und der Dollar zur Weltleitwährung erhoben. In diesem Zuge wurde der Goldpreis auf 35 Dollar pro Feinunze festgelegt. Die Mitgliedsländer des Abkommens können nun jederzeit bei der US-Notenbank ihre Dollarreserven zu diesem festgelegten Kurs in Gold tauschen. Das war zum Beispiel für Deutschland, deren Wirtschaft in den 50er und 60er Jahren stark wuchs, eine sehr günstige Situation.
  • Das Ende von Bretton-Woods gegen Ende der 50er Jahre Die USA verfügen nicht über ausreichende Goldreserven, um bei den hohen Dollarbeständen außerhalb der USA der Umtauschverpflichtung weiter nachkommen zu können, jedenfalls dann nicht, wenn der Goldpreis weiterhin auf 35 Dollar je Feinunze festgezurrt blieb. Daher musste das Bretton-Woods-System zugunsten flexibler Wechselkurse aufgegeben werden.
  • 1972 wurde die 50-Dollar-Hürde geknackt Schon ein Jahr später hatte sich der Goldpreis auf über 100 US-Dollar verdoppelt. Zurückzuführen war dieser steile Anstieg auf ein System flexibler Wechselkurse, das auf eine Bindung an das Gold verzichtete. Es war zugleich die Initialzündung für einen regelrechten Boom des Goldpreises. Die großen Industrieländer hatten nun mit starken Inflationsraten zu kämpfen, die meisten Volkswirtschaften entwickelten sich nur schwach, "Stagflation" war damals in aller Munde. Viele verunsicherte Anleger flüchten sich ins Gold, so überwand der Goldpreis 1979 die 500-Dollar-Marke.
  • Die Goldpreisrallye von 1980 Am 21. Januar 1980 liegt der Goldpreis bei 850 Dollar je Feinunze. Die politischen Hintergründe dieses massiven Anstiegs waren vor allem die Irankrise und die Unsicherheiten in Afghanistan durch den Einmarsch der Sowjetunion. Auch der Dollar zeigte zu jener Zeit Schwäche, was die Flucht ins Gold weiter beflügelt hatte. Das Ende der Goldpreisrallye wurde schließlich durch Maßnahmen der Notenbanken gegen die Stagflation eingeleitet.
  • Die Erholung der großen Volkswirtschaften 1999 Das wieder erstarkende Vertrauen in den US-Dollar und das solide Wachstum der Volkswirtschaften belasteten die Krisenwährung Gold, die nun einen temporären Tiefstand von circa 253 Dollar in einem lange anhaltenden Tal überwinden musste.
  • Im Jahre 2005 wurde endlich wieder die 500-Dollar-Marke überschritten Im Zuge der ständigen Abwertung des US-Dollars kletterte der Goldpreis stetig nach oben, wobei die 500-Dollar-Marke keine Grenze des Goldpreisanstiegs darstellte, denn es ging munter weiter nach oben.
  • Die Immobilienkrise 2008 hievt den Goldpreis über 1000 Dollar Weltweite massive Kurseinbrüche an den Aktienbörsen durch zahlreiche Bankenpleiten schüren große Unsicherheit unter den Anlegern und katapultieren den Goldpreis in ungeahnte Höhen.
  • Mit der Eurokrise überwindet der Goldpreis am 19. April 2011 die 1500-Dollar-Marke Es ist neben der Eurokrise auch die immense Staatsverschuldung der USA, die das Vertrauen der Anleger in Geld und Aktien auf eine schwere Probe stellt. Davon profitierte der Goldpreis deutlich.
  • Am 06.09.2011 erreichte Gold sein Allzeithoch von 1.920,65 Dollar, sechs Tage später in der europäischen Währung mit 1.375,31 Euro. Dies ist zugleich ein konkretes Beispiel dafür, wie sehr auch der aktuell geltende Wechselkurs zwischen den Währungen Einfluss nimmt auf die Gestaltung des jeweiligen Charts.
Aktuelle Entwicklung des Goldpreises

Seit mittlerweile fünf einhalb Jahren ist ein signifikanter Trendkanal nach unten im Goldpreis erkennbar, der aber durch einzelne Ereignisse hin und wieder nach oben durchbrochen wird. Einen Widerstand bei seiner Talfahrt erfuhr der Goldpreis zuletzt (Ende 2015) bei 1.053 Dollar.

Der moderate Anstieg im Jahr 2016 ist heute schon wieder zur Hälfte aufgebraucht, womit ausgedrückt werden soll, dass der allgemeine Abwärtstrend beim Gold wahrscheinlich noch nicht zu Ende ist. Es ist der nachhaltige Höhenflug der Aktienmärkte, der das Kapital der Anlieger (noch) bindet.

Aus Sicht der Charttechnik sollte der Goldanleger jetzt noch abwarten, bis der Goldpreis wieder von oben her die 1000-Dollar-Marke berührt und dann mit seinen Käufen vorsichtig beginnen. Mit dem weiteren Anziehen der Zinsen in den USA wird die Aktienblase absehbar platzen und die damit verbundene Unsicherheit der Investoren wird dem Gold wieder Zulauf bescheren.

Kleine Rechenhilfe zur richtigen Berücksichtigung des Wechselkurses

Der Goldpreis wird an den Börsen in US-Dollar pro Feinunze angegeben. Anfang März 2017 lag der Goldpreis bei 1.234 Dollar und ein Euro kostete rund 1,06 Dollar. (damit war der Euro etwas "wertvoller" als der US-Dollar). Das bedeutet, dass eine Feinunze Gold "nur" 1.164 Euro in dieser Konstellation kosten würde. In Deutschland wird der Goldpreis aber in Euro pro Kilogramm angegeben. Daher ist hierfür noch ein zweiter Umrechnungsschritt notwendig, der das Gewichtsmaß der Feinunze berücksichtigt. Eine Feinunze entspricht 31,1 Gramm, das heißt, ein Kilogramm sind 32,154 Feinunzen. Mit diesem Faktor muss nun der oben genannte Goldpreis (in Euro) multipliziert werden.

Wir erhalten dabei 37.428 Euro pro Kilogramm. Wenn man diese Umrechnung an jedem Punkt des Goldcharts stets mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Wechselkurs durchführt, erhält man die Kurve des Goldpreises in Euro pro Kilogramm und ihr Verlauf unterscheidet sich in Teilen recht deutlich von dem bekannten Bild in Dollar pro Feinunze.

Zum Beispiel kostete im Frühjahr 2008 ein Euro fast 1,60 Dollar. An dieser Stelle liegt der (relative) Goldchart in Euro deutlich unter der Vergleichskurve in Dollar. Mit anderen Worten: Das kleine Zwischenmaximum fällt an dieser Stelle nicht so ausgeprägt aus.